Und plötzlich ging alles ganz schnell – Vom Job-Dating zu Adel & Link

29. Januar 2020
TEAM

Jobsuche ist ein bisschen wie ein Zahnarztbesuch. Irgendwann ist es so weit, es ist lästig – aber notwendig. Es folgen nette Anschreiben, in denen man seine Pünktlichkeit, Belastbarkeit und Kompetenz hervorhebt und Zeugnisse, die man ins Ungewisse losschickt. Dann kommen Vorstellungsgespräche. Gerade für Ungeübte, die noch nicht viele Jobwechsel hinter sich haben, sind das verklemmte Stresssituationen. Und wenn es schlecht läuft, mündet das auch noch in reiner Zeitverschwendung.

Beim “Stell-mich-ein” im Juni 2019

Zu den Ungeübten gehörte im Juni 2019 auch ich. Zum ersten Mal schaute ich mich nach einem neuen Job um, als mir eine Bekannte vom Stell-mich-ein erzählte.

Nach kurzer Anmeldung kam die Zusage für die Teilnahme für das Event in Frankfurt. Ich war neugierig, doch besonders große Erwartungen hatte ich nicht. Schließlich hatte ich keine Agenturerfahrung vorzuweisen. Trotz meines Masters in Germanistik, eines Volontariats und zwei Jahren Berufserfahrung als Redakteurin schien diese Erfahrung der mir fehlende heilige Gral zu sein. Zumindest wurde mir das zuvor von Agenturen so kommuniziert.

Beim Stell-mich-ein hat das niemanden interessiert. Ich hatte mich für den Bereich „Text“ beworben. Und das konnte ich schließlich. Ob ich den potenziellen Arbeitgebern mit meinem knallroten Lippenstift und nerdigen Superman-T-Shirt zu viel zumutete, war mir egal. Für die Jobsuche wollte ich mich nicht verstellen oder verkleiden – es sollte ja für beiden Seiten passen.

Als die Kennenlernrunde losging, war die Angespanntheit verflogen. Ich merkte sehr schnell, mit welchen Agenturen die Chemie stimmte. Bei manchen fühlten sich die drei Minuten nach Sekunden an. Die fehlende Agenturerfahrung war dort kein Thema, stattdessen entwickelten sich inspirierende Gespräche.

Ich hatte meine Favoriten. Nach einer kurzen Recherche zu den teilnehmenden Agenturen im Vorfeld bestätigte sich mein Eindruck vor Ort. Beim Get-Together im Anschluss war meine erste Wahl umschwärmt. Eine Traube von Mitbewerbern versperrte den Weg zu meinen Ansprechpartnern. Ich zwängte mich in die Runde, kam kaum zu Wort, prostete schließlich Natalie Link zu und verschwand.

Doch wie fanden sie mich nun? Sie fanden mich gut! Schon zwei Tage nach dem Event flatterte eine E-Mail von Adel & Link in mein Postfach. Das ist jetzt sechs Monate her – und seit drei Monaten bin ich Teil des wunderbaren Teams.

Im Adel & Link Office

Die Horrorgeschichten aus der Agenturwelt, jene von unerträglichem Druck und Überstunden bis in die Nacht, kann ich nicht bestätigen (die habe ich von Leuten mit Agenturerfahrung gehört). Stattdessen wurde ich schnell zum Teil eines dynamischen, kreativen Teams mit fairen Chefs, tollen Kollegen und – oh ja! – zwei Agenturhunden. Seitdem habe ich riesig viel gelernt, für coole Kunden geschrieben und jede Menge tolles Feedback bekommen! Wir sind zusammen verreist, haben Yoga gemacht und in unserer schönen Agentur Weihnachten gefeiert.

Für mich war das Stell-mich-ein eine große Chance und die Tür in eine neue Branche. Ich bin vielen spannenden Menschen begegnet, habe schneller als ich es je erwartet hätte einen tollen Job gefunden und alles ganz entspannt, ohne die klassische Bewerbungsmappe und Business-Verkleidung, die so gar nicht ich gewesen wäre.

Luna Kilian ist Copywriter bei Adel & Link