
29 Aug. Schnelllebige Medienlandschaft: „Unsere Tech-Themen haben Relevanz“
Mit unserer neuen Kollegin Isabel haben wir über Content-Formate für eine KI-geprägte Zukunft und ihren persönlichen Weg in die Tech- und Finance-Welt gesprochen.
Ob sie sich vorstellen kann, in zehn Jahren die letzte gedruckte Tageszeitung in unserem Office ausliegen zu sehen? Mit dieser provokanten Einstiegsfrage begrüße ich meine Kollegin Isabel Nöker. Seit Juni unterstützt sie mit ihrer Expertise in B2B- und B2C-Kommunikation als Senior Consultant unsere Units Corporate & Finance und Tech & Innovation.
Treffen sich zwei Millennials und fragen sich: Wie liest du so?
Mit Isabel bekommen wir seniorigen Agenturzuwachs. Mit der blonden Optimistin habe ich vieles gemeinsam – zum Beispiel, dass wir beide morgens mit der Bahn fahren. Als besonders leseaffine Millennial habe ich immer eine Zeitung oder Zeitschrift einstecken, wenn ich in die Regionalbahn steige. Meine jüngere Kollegin, die sich selbst als Zillenial bezeichnen würde, packt weniger Papier ein – dafür in jedem Fall ihr Smartphone und Kopfhörer. Damit hört sie in der S-Bahn besonders gern Nachrichten-Podcasts, etwa das Handelsblatt Morning Briefing oder die Presseschau von DLF.
Keine Frage des Inhalts, sondern des Formats
„Im Alltag sind kurzformatige Onlinemedien mit snackable Content bequemer und flexibler, wenn ich schnell sehen kann, was für mich relevant ist. Hinzu kommt der Kostenpunkt …“, lässt Isabel einblicken. „Junge Leute haben oft keine Lust, sich an ein Abo und ein Medium zu binden. Ich wäre schon bereit, für gute Qualität Geld zu bezahlen. Doch online sind ebenfalls viele gut aufbereitete Inhalte ohne Paywall zu finden – wenn auch Erfahrung nötig ist, um ihre Seriosität einzuschätzen, Inhalte zu hinterfragen und auch mal Quellen zu prüfen.“
Wir beide sind uns einig: Die regelmäßige Lektüre von professionell aufbereiteten und längeren Hintergrundberichten ist wichtig, um die Aufmerksamkeitskapazität zu trainieren und sich differenziert mit der Welt auseinanderzusetzen. Weniger sicher sind wir uns hingegen, ob das Format gedruckte Tageszeitung das Zeug dazu hat, junge Menschen zum Kauf zu inspirieren. Hochrechnungen anhand der Auflagenstärke zufolge steht in den 2030er-Jahren das Aus der Tagespresse bevor.
Glaubwürdige Inhalte, verlässliche Ansprechpartner:innen
Dabei sind Veröffentlichungen der Verlage eine wichtige Grundlage unserer PR-Arbeit. Dazu zählen neben der Wirtschafts-, Lifestyle- und Tagespresse auch IT-Fachmagazine mit ihrem Print- und Onlinecontent. „Ganz gleich, ob wir uns bei den Medien durch spannende Studienergebnisse aus unabhängiger Marktforschung oder exklusive Einblicke in die Unternehmenspraxis Gehör verschaffen – wenn die Berichterstattung über unsere Kunden folgt, macht die Arbeit richtig Spaß“, schwärmt Isabel.
„Es ist auch immer wieder eine besonders schöne Bestätigung, wenn Journalist:innen auf uns zukommen, weil sie den Mehrwert sehen, den unser Content liefert. Wir positionieren beispielsweise Expert:innen aus den Unternehmen und bereiten komplexe Inhalte verständlich und mit Beispielen auf, ob es dabei um KI-Agenten oder die Zukunft des digitalen Bezahlens geht.“ Klar ist für uns jedoch, dass KI bei der Contenterstellung noch lang nicht die Expertise, den holistischen Blick und das Gespür für Inhalte und Märkte ersetzen kann, die Agenturprofis und qualitätsbewusste journalistische Redaktionen ausmacht. „Wir leben in einer Zeit, in der in vielen Ländern Medien stark kontrolliert werden – und Techfirmen unterschiedlich reguliert sind. Deswegen finde ich es wichtig, mich bewusst aus unabhängigen Quellen zu informieren“, gibt Isabel zu bedenken.
Abwechslungsreicher Agenturalltag
Woher die Begeisterung für Tech- und Finanz-Themen wohl kommt? „Da bin ich zunächst eher zufällig gelandet“, fasst Isabel schmunzelnd zusammen. Nach ihrem Linguistik-Studium in Marburg und ersten Berufserfahrungen in der Personalberatung wechselte sie aus Neugier in die PR. Nach ihrem Einstieg über ein Praktikum und Traineeship entwickelte sie sich in den Bereichen Account Management und Media Relations mit starkem Fokus auf B2B-Kommunikation weiter.
„Ich hatte schon Lust, mich mit Tech-Themen zu beschäftigen. Anfangs habe ich jedoch nicht gedacht, dass es mich auch langfristig interessiert, mich in Bereiche wie IT-Security oder Telekommunikation einzuarbeiten“, verrät die gebürtige Sauerländerin. „Schnell habe ich gemerkt: Ich habe plötzlich von ganz neuen Themen eine Ahnung, bekomme ganz viel mit und bleibe selbst richtig gut informiert. Ob neue KI-Entwicklungen oder Sicherheit bei Finanzfragen, das bereichert nicht nur meinen Alltag, ich finde vieles auch inhaltlich einfach spannend. Und das zeigt mir, dass unser Content Relevanz hat.“
Mit ihrem Enthusiasmus für die verschiedensten Themen fühlt Isabel sich in der führenden europäischen Wirtschaftsmetropole Frankfurt rundum wohl. Neben ihren internationalen Einflüssen hält die Rhein-Main-Region viele Wohlfühlorte bereit, von denen Isabel schon jede Menge für sich entdeckt hat. Wir freuen uns sehr, dass sie uns bei Adel & Link mit ihrer Freude an Herausforderungen, Teamzusammenhalt und Kreativität ansteckt!
Über die Autorin: Linda Benkner hat während ihres Germanistik- und Geschichtsstudiums in Bonn im Journalismus (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Lektorat (Suhrkamp Verlag) gearbeitet. Um auch die Agenturseite kennenzulernen, absolvierte sie ein PR- Volontariat in Darmstadt – und fand ihre berufliche Bestimmung im Copywriting und Creative Content. Seit 2016 setzt sie ihre Expertise bei Adel & Link ein – ob als PR-Trainerin oder bei kreativen Storytelling-Projekten.
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Porträtfoto: Adel & Link